Waffenkategorien

vorbehaltlich Fehler – bitte prüfen Sie die Kategorisierung selbst gem. Waffengesetz

halbautomatische vs. vollautomatische Waffen

Der Hauptunterschied zwischen vollautomatischen und halbautomatischen Waffen liegt in der Art und Weise, wie sie Schüsse abfeuern:

  1. Vollautomatische Waffen: Wenn der Abzug einer vollautomatischen Waffe betätigt wird, feuert sie kontinuierlich Geschosse ab, solange der Abzug gedrückt bleibt und Munition vorhanden ist. Das bedeutet, dass Sie eine Salve von Schüssen mit nur einem einzigen Abzugsbetätigung abfeuern können. Beispiele für vollautomatische Waffen sind Maschinengewehre und einige Sturmgewehre.
  2. Halbautomatische Waffen: Im Gegensatz dazu feuert eine halbautomatische Waffe nur ein Geschoss ab, jedes Mal wenn der Abzug betätigt wird. Nach jedem Schuss lädt die Waffe automatisch das nächste Projektil in die Kammer, aber um es abzufeuern, muss der Abzug erneut betätigt werden. Beispiele für halbautomatische Waffen sind viele moderne Pistolen und Gewehre, die für Sport, Jagd oder Selbstverteidigung verwendet werden.

Randfeuer- vs. Zentralfeuer

Quelle: https://gunfactory.ch/munition/unterschied%20zuendarten.htm

andfeuer und Zentralfeuer sind zwei Haupttypen von Zündsystemen, die in Patronen für Schusswaffen verwendet werden. Diese Zündsysteme sind verantwortlich für die Entzündung des Treibladungspulvers in der Patrone, was letztendlich zum Abschuss des Geschosses aus dem Lauf führt.

  1. Randfeuer (Rimfire): Bei Randfeuerpatronen befindet sich das Zündmittel in der Randvertiefung am Boden der Hülse. Wenn der Schlagbolzen der Waffe den Rand der Patrone schlägt, wird das Zündmittel durch den Aufprall entzündet. Das entzündete Zündmittel zündet dann das Treibladungspulver in der Patrone, wodurch das Geschoss aus dem Lauf getrieben wird. Randfeuerpatronen sind in der Regel kleiner und haben niedrigere Drücke und Geschossgeschwindigkeiten als Zentralfeuerpatronen. Die bekannteste und am weitesten verbreitete Randfeuerpatrone ist die .22 Long Rifle.
  2. Zentralfeuer (Centerfire): Bei Zentralfeuerpatronen befindet sich das Zündmittel in einer kleinen, zentral gelegenen Zündkapsel (auch als Primer oder Anzündhütchen bezeichnet), die im Boden der Patrone sitzt. Wenn der Schlagbolzen der Waffe das Zündhütchen trifft, wird das Zündmittel entzündet. Die entstehende Flamme durchdringt eine kleine Öffnung im Boden der Hülse und entzündet das Treibladungspulver, das den Geschoss aus dem Lauf treibt. Zentralfeuerpatronen sind in einer Vielzahl von Kalibern und Leistungsniveaus erhältlich und werden in vielen verschiedenen Schusswaffen eingesetzt, von Pistolen und Revolvern bis hin zu Gewehren und Schrotflinten.

Der Hauptunterschied zwischen Randfeuer- und Zentralfeuerpatronen liegt in der Position und dem Design des Zündsystems innerhalb der Patrone. Randfeuerpatronen sind in der Regel für kleinere und schwächere Waffen konzipiert, während Zentralfeuerpatronen in der Regel stärkere Leistung bieten und für eine breitere Palette von Schusswaffen geeignet sind.

Rimfire vs. Centerfire

Arten der Klassifizierung

Neben der im österreichischen Waffengesetz verankerten Kategorisierung (A,B,C) gibt es noch eine Reihe von anderen Klassifizierungen nach denen man Waffen einordnen kann.

  1. Aktionstyp: Schusswaffen können anhand der Mechanismen klassifiziert werden, die sie zum Laden, Abfeuern und Auswerfen von Patronen verwenden. Zu den Aktionstypen gehören:
  • Einzellader (Single-shot)
  • Drehgürtel (Bolt-action)
  • Hebelspanner (Lever-action)
  • Vorderschaftrepetierer (Pump-action)
  • Selbstlader (Semi-automatic)
  • Vollautomatisch (Fully-automatic)
  1. Waffenart: Schusswaffen können nach ihrer allgemeinen Form und Verwendungszweck klassifiziert werden:
  • Handfeuerwaffen (wie Pistolen und Revolver)
  • Langwaffen (wie Gewehre, Flinten und Maschinengewehre)
  • Scharfschützengewehre (Sniper rifles)
  • Maschinenpistolen (Submachine guns)
  • Granatwerfer (Grenade launchers)
  1. Kaliber: Schusswaffen können nach dem Durchmesser der Geschosse klassifiziert werden, die sie abfeuern. Das Kaliber wird häufig in Millimetern (mm) oder Bruchteilen eines Zolls angegeben, zum Beispiel 9 mm, .45 ACP oder 5,56 x 45 mm NATO.
  2. Munitionstyp: Schusswaffen können nach der Art der Munition klassifiziert werden, die sie verwenden:
  • Randfeuerpatronen (Rimfire)
  • Zentralfeuerpatronen (Centerfire)
  • Schrotpatronen (Shotshell)
  1. Verwendungszweck: Schusswaffen können nach ihrem primären Verwendungszweck klassifiziert werden:
  • Jagd
  • Sport (Wettkampf und Zielschießen)
  • Selbstverteidigung
  • Militär und Polizei

Beispiel anhand einer Pumpgun und Glock-Pistole

KategorisierungPumpgunGlock-Pistole
AktionstypVorderschaftrepetierer
(Pump-action)
Selbstlader
(Semi-automatic)
WaffenartLangwaffe (Flinte)Handfeuerwaffe (Pistole)
Kaliber12 Gauge oder 20 Gauge (üblich)Verschiedene, z. B. 9 mm, .40 S&W, .45 ACP
MunitionstypSchrotpatronenZentralfeuerpatronen
VerwendungszweckJagd, Sport, Selbstverteidigung, Militär/Polizei (selten)Selbstverteidigung, Sport, Militär, Polizei

Waffenarten

  • Handfeuerwaffen
    • Langwaffen: (= Handfeuerwaffen, die mit zwei Händen bedient werden) auch Gewehre
      • a. Büchsen: (= Gewehre mit gezogenem Lauf oder Polygonlauf; idR Patronen)
        • i. Vorderlader
        • ii. Hinterlader
          • Kipplaufwaffe
          • Einzellader
          • Mehrlader
            • Repetierbüchse
            • Selbstladebüchse: Ein Gewehr mit einem selbstladenden (halbautomatischen) Mechanismus, der nach dem Abfeuern einer Patrone automatisch eine neue Patrone in die Kammer lädt. (Kategorie B)
            • Maschinenkarabiner (Sturmgewehr)
      • b. Flinten: ( = Gewehre mit glattem Laufinneren; idR Schrotmunition) auch Schrotflinte
        • i. Selbstladeflinte: Eine Flinte mit einem selbstladenden (halbautomatischen) Mechanismus, der nach dem Abfeuern einer Patrone automatisch eine neue Patrone in die Kammer lädt. (Kategorie B)
        • ii. Repetierflinte (Pumpgun): Eine Flinte mit einem manuellen Vorderschaftrepetierer-System, bei dem der Benutzer den Vorderschaft zurückzieht, um eine verbrauchte Hülse auszuwerfen, und dann nach vorne schiebt, um eine neue Patrone aus dem Magazin in die Kammer zu laden.
      • c. Maschinengewehre
        • i. Maschinengewehr (vollautomatisch): Ein automatisches Gewehr, das bei gedrücktem Abzug kontinuierlich feuert. (Kategorie B)
        • ii. Halbautomatisches Maschinengewehr: Ein Gewehr, das äußerlich einem Maschinengewehr ähnelt, aber nur im halbautomatischen Modus feuert (ein Schuss pro Abzugsbetätigung). (Kategorie A)
      • c. Kombinierte Waffen: Schusswaffen, die Elemente von Gewehren und Flinten kombinieren, wie z.B. Drillinge, die sowohl glatte Läufe für Schrotpatronen als auch gezogene Läufe für Kugelmunition haben.
    • Kurzfeuerwaffen: ( = Handfeuerwaffen mit einer Hand zu bedienen)
      • Faustfeuerwaffe: Ein Begriff, der allgemein auf Handfeuerwaffen wie Pistolen und Revolver verweist.
      • a. Pistole: Eine Handfeuerwaffe mit einem Magazin im Griff und einem Schlagbolzen oder Hahn, der zum Zünden der Patrone verwendet wird. Pistolen sind in der Regel selbstladend (halbautomatisch). (Kategorie B)
      • b. Revolver: Eine Handfeuerwaffe mit einer drehbaren Trommel, die mehrere Patronen enthält. Beim Betätigen des Abzugs wird die Trommel gedreht, um die nächste Patrone in Position zu bringen, und der Hahn oder Schlagbolzen wird freigegeben, um die Patrone zu zünden. (Kategorie B)

Visualisierung zur Unterscheidungshilfe

Flinte vs. Büchse

Quelle: https://www.previval.org/w/index.php?title=Flinten_und_B%C3%BCchse

Hinsichtlich des Laufes unterscheiden sich Flinte und Büche durch den

Flinten (Schrotgewehre) sind Waffen für den Schrotschuss bestimmt
Büchsen (Kugelgewehre) sind für den Kugelschuss bestimmte Gewehre. Der Büchsenlauf hat innen die Züge (“gezogener Lauf”) die dem Geschoss eine Drehung (Drall) um seine Achse geben und dadurch sein Überschlagen verhindern. Man unterscheidet Kipplaufbüchsen und Repetierer.
Kombinierte Waffen  sind Gewehre, bei denen Schrot- und Kugellauf (Läufe) miteinander verbunden sind z.B. Drillinge und Büchsflinten.
Quelle: https://www.jagd.it/gewehrteile/

Revolver vs. Pistole

RevolverPistolen
AufbauTrennung von Lauf und PatronenlagerEinheit von Lauf und Patronenlager
PatronenlagerIn der TrommelIm Lauf
LadesystemTrommelMagazin
MunitionPatronen mit RandPatronen mit Rille
Magazinkapazität5 – 9 Patronen5 – 18 Patronen
LadenDrehung der TrommelBewegliches Verschlussstück
BesonderheitenEinfache Bedienung
Sehr robust
Schwierigere Bedienung
Kompakter
Quelle: https://waidwissen.com/kurzwaffen

Bestandteile von Waffen

  • Lauf:Jener Teil der Waffe, durch die die Schussabgabe erfolgt. Er enthält das Patronenlager und die Bohrung (nur beim Revolver sind Patronenlager und Lauf getrennt). Er besteht aus hochwertigem Stahl. Bei Büchsen und Faustfeuerwaffen ist er mit einem Drall versehen. Bei Faustfeuerwaffen Kategorie B, bei Büchse (mit Drall) und Finten (glatt) Kategorie C (Ausnahmen siehe oben)
  • Schaft: Bei Langwaffen / Gewehren ist es jener, meist aus Holz, neuerdings manchmal aus Kunststoff gefertigte Teil, der an der Schulter angelegt die Verbindung zwischen dem Schützen und der Waffe darstellt.
  • Verschluss: Jener Teil der Feuerwaffe, der das Patronenlager nach hinten abschließt, die Waffe verriegelt und so eine sichere Verwendung gewährleistet.

Gewehr (Büchse, Flinte)

Aufbau eines Gewehres – Quelle

Pistole

Quelle: https://waidwissen.com/kurzwaffen
  • Schlitten: Verschlussstück von Pistolen. Der Lauf wird meist vom Schlitten umschlossen.

Revolver

Quelle: https://waidwissen.com/kurzwaffen
  • Trommel: Drehbarer Teil bei Revolvern, der die Bohrung zur Aufnahme der Patronen (das ist das Patronenlager) enthält

Munition – Kaliber

Büchsen Patronen und Kaliber Erklärt von theHunter: Call of the Wild
  • Büchsenkaliber: Für die Bezeichnung von Büchsenkalibern gibt es zwei verschiedene Systeme: Einerseits das metrische System, bei welchem die Hülsenlänge angegeben ist, andererseits das amerikanische System, bei dem das Kaliber in Zoll angegeben ist und durch einen kurzen Zusatz unverwechselbar definiert wird.
  • Schrotkaliber: Drei gängige Kaliberbezeichnungen (12, 16, 20) und vier seltenere Kaliber (24, 28, 32, 36) haben nichts mit Millimetern oder Zoll zu tun, sie haben historischen Ursprung. Das Kaliber mit der niedrigsten Zahl ist das größte.
  • Faustfeuerwaffenkaliber: Ähnlich wie bei den Büchsenkalibern gibt es metrische (bei denen jedoch die Hülsenlänge im Unterschied zu Büchsenkalibern aber nicht angegeben wird) und amerikanische Kaliber.

Aufbau Patrone

Quelle: https://deutscher-jagdblog.de/welches-schrot-fuer-welche-wildart/
  1. Patronenhülse: Die äußere Hülle der Schrotpatrone, normalerweise aus Kunststoff, manchmal mit einer Metallbasis (Messing oder Stahl) für zusätzliche Stärke. Die Patronenhülse hält alle anderen Komponenten der Patrone zusammen.
  2. Stahlbodenkappe: Ein Teil der Metallbasis der Patronenhülse, der die Hülse verstärkt und dafür sorgt, dass sie ihre Form behält, wenn sie in die Kammer eingeführt wird.
  3. Zündhütchen: Eine kleine, in die Metallbasis der Patronenhülse eingesetzte Komponente, die einen empfindlichen Sprengstoff enthält. Beim Schlag des Schlagbolzens oder Hahns wird das Zündhütchen gezündet und setzt eine Flamme frei, die das Treibmittel entzündet.
  4. Bodenpropfen: Eine kleine Trennscheibe aus Kunststoff, Pappe oder Kork, die am Boden der Patronenhülse sitzt und den Innenraum der Hülse in zwei separate Kammern unterteilt: die Treibladungskammer und die Schrotkammer.
  5. Treibladung: Ein pulverförmiger Sprengstoff (normalerweise rauchloses Pulver), der in der Kammer unterhalb des Bodenpropfens in der Patronenhülse enthalten ist. Wenn das Zündhütchen gezündet wird, verbrennt die Treibladung und erzeugt Gasdruck, der das Schrot aus dem Lauf treibt.
  6. Zwischenmittel: Eine Schicht aus Filz, Kork oder Kunststoff, die als Puffer zwischen der Treibladung und der Schrotladung dient. Es hilft, die Schrotladung während der Beschleunigung zu schützen und die Gase gleichmäßig um das Schrot herum zu verteilen.
  7. Schrotladung: Die Ladung aus kleinen Kugeln (Schrotkugeln), die in der Patronenhülse enthalten ist und als Projektil dient. Das Schrot kann aus verschiedenen Materialien wie Blei, Stahl oder Bismut bestehen.
  8. Verschluss: Eine Komponente, die normalerweise aus Kunststoff, Kork oder Pappe besteht und am offenen Ende der Patronenhülse angebracht ist, um die Schrotladung im Inneren der Hülse zu halten.

Aufbau einer Patrone

  1. Geschoss: Das Projektil, das aus dem Lauf geschossen wird, wenn die Patrone gezündet wird. Geschosse können aus verschiedenen Materialien wie Blei, Kupfer oder Stahl bestehen und sind oft mit einer Metalllegierung, wie Kupfer oder Messing, ummantelt.
  2. Hülsenmund: Der obere Rand der Patronenhülse, an dem das Geschoss sitzt und in den Hülsenhals eingepresst wird.
  3. Hülsenhals: Der schmalste Teil der Patronenhülse, der das Geschoss hält. Der Hülsenhals hat einen kleineren Durchmesser als der restliche Pulverraum und sorgt dafür, dass das Geschoss fest in der Hülse sitzt.
  4. Hülsenschulter: Der Übergangsbereich zwischen dem Hülsenhals und dem Hauptteil der Patronenhülse. Die Hülsenschulter ist bei Flaschenhalshülsen, wie sie bei vielen Gewehrpatronen zu finden sind, oft deutlich sichtbar und trägt zur korrekten Positionierung der Patrone in der Kammer bei.
  5. Pulverraum: Der Hauptbereich innerhalb der Patronenhülse, der das Schießpulver (auch Treibladung genannt) enthält. Das Schießpulver verbrennt, wenn das Zündhütchen gezündet wird, und erzeugt einen hohen Druck, der das Geschoss aus dem Lauf treibt.
  6. Zündkanal: Ein kleiner Kanal oder eine Öffnung im Hülsenboden, der das Zündhütchen mit dem Pulverraum verbindet. Der Zündkanal ermöglicht die Übertragung der Flamme vom Zündhütchen zum Schießpulver, wenn die Patrone gezündet wird.
  7. Zündhütchen: Eine kleine, empfindliche Komponente, die im Hülsenboden eingepresst ist und einen Zündsatz enthält. Beim Schlag des Schlagbolzens oder Hahns wird das Zündhütchen gezündet und zündet das Schießpulver durch den Zündkanal.
  8. Hülsenboden: Der untere Teil der Patronenhülse, der das Zündhütchen enthält und normalerweise aus einer dickeren Metallschicht besteht (z. B. Messing oder Stahl). Der Hülsenboden trägt zur strukturellen Integrität der Patrone bei und sorgt für eine korrekte Positionierung in der Kammer.
  9. Randeindrehung: Eine Vertiefung, Nut oder Rille am äußeren Rand des Hülsenbodens, die bei einigen Patronen vorhanden ist. Die Randeindrehung kann dazu dienen, die Patrone korrekt in der Kammer zu positionieren oder das Auswerfen der leeren Hülse nach dem Schuss zu erleichtern.

Welche Arten von Patronenhülsen gibt es: